Hurra – Du hast ein Kätzchen im Haus. Doch irgendetwas stimmt nicht. Jetzt möchtest Du Dich natürlich sofort informieren.

Tatsächlich können kleine Katzen bereits alle möglichen Krankheiten haben. Ist irgendetwas auffällig, solltest Du wachsam sein.

Im Zweifelsfall gehst Du immer besser zum Tierarzt. Nur er kann sicher feststellen, was Deinem Stubentiger fehlt.

Dein Kitten ist krank?

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Krankheiten bei Babykatzen

Bei Kitten möchte man natürlich nicht gleich an Krankheiten oder das Schlimmste denken. Trotzdem können gerade die Kleinen sehr anfällig sein. Das Immunsystem ist noch nicht ganz so gut ausgebildet wie bei großen Katzen. Ortswechsel und Futterumstellungen können den Kätzchen ebenfalls auf die Konstitution schlagen.

Da sie im Ernstfall nicht sagen können, was ihnen fehlt, musst Du sie gut beobachten.

Anzeichen, die Dich in Alarmbereitschaft versetzen sollten, sind:

  • Das Katzenbaby frisst schlecht oder gar nichts mehr.

  • Durchfall oder Ausbleiben des Kotabsatzes.

  • Das Kätzchen erbricht sich.

  • Das Fell wirkt stumpf oder sogar struppig.

  • Die gewohnten Geräusche und Verhaltensweisen ändern sich plötzlich (schnurrt nicht mehr, wird aggressiv).

Bemerkst Du eines oder mehrere dieser Anzeichen, solltest Du nicht lange zögern. Du erfährst gleich noch, welche Krankheiten und Gründe dahinter stecken können. Bei ernsthaften Symptomen musst Du dann möglichst bald zum Tierarzt gehen.

Das Kitten frisst nicht mehr

Egal, welches Tier und welches Alter, Essensverweigerung ist ein Alarmzeichen.

Eine Katze muss ganz anders als ein Hund regelmäßig Protein zu sich nehmen. Andernfalls kommt der Enzymhaushalt stark durcheinander. Schon nach einem Tag ohne Futteraufnahme kann der Organismus ernsthaft aus dem Gleichgewicht geraten.

Warte also bitte nicht lange mit dem Tierarztbesuch, falls das Kitten Nahrung völlig verweigert.

Mag Dein Kätzchen nicht mehr fressen, können diese Gründe dafür verantwortlich sein:

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Andere Erkrankungen

Hinter Nahrungsverweigerung kann sich so ziemlich alles verbergen. Achte darauf, wie Dein Kitten sonst wirkt.

Ist es fit und vergnügt, rümpft aber beim Fressen die Nase, kann es schlicht am falschen Futter liegen.

Sieht Dein Kätzchen traurig aus und zeigt neben der Fressunlust weitere Symptome wie

  • Abgeschlagenheit

  • Müdigkeit

  • Atemprobleme

  • Durchfall

  • Erbrechen

  • Koordinationsschwierigkeiten

  • Schmerzlaute

  • Fieber

musst Du sofort zum Tierarzt gehen. Neben alle möglichen Infekten, können Parasiten, Allergien, Immunstörungen oder organische Probleme dahinter stecken. Davor sind leider auch die Kleinsten nie sicher.

Durchfall oder seltsamer Kot beim Kitten

Nach der Trennung von der Mutter kann Durchfall für zwei bis drei Tage normal sein.

Achte darauf, dass die Katze wenig Stress hat. Setze sie nicht zu vielen neuen Eindrücken auf einmal aus und halte gegebenenfalls auch Deine Kinder zurück.

Kleine Katzen mit sensiblen Gemütern müssen sich erst an die neuen Lebensumstände gewöhnen.

Eine zu schnelle Futterumstellung kann ebenfalls Durchfall verursachen. Schleiche neues Futter immer langsam ein, indem Du es zunächst mit dem alten vermischt anbietest.

Hält der Durchfall länger als zwei Tage an oder wird er stärker, ist wieder der Gang zum Tierarzt angezeigt.

Das Gleiche gilt, wenn der Kot eigenartig aussieht, sich Schleim beimengt oder die Farbe wechselt (statt braun plötzlich rot, orangerot oder schwarz wird).

Hinter Durchfall können unter anderem diese Ursachen und Krankheiten stecken:

  • Magen-Darm-Infektionen

  • Parasiten (Einzeller oder Würmer)

  • die Katze war längere Zeit ohne Nahrung

  • Immunerkrankungen

Das Kitten erbricht sich

Würgt eine Katze Haarballen herauf, ist das normal. Ansonsten ist Erbrechen beim Katzenkind ein Alarmzeichen.

Erbricht die Katze direkt nach dem Fressen, gibst Du vielleicht zu viel oder sie verträgt das Futter nicht. Mach kleinere Portionen, die Du öfter über den Tag verteilt anbietest.

Sieht das Erbrochene seltsam aus, sind Blut, Schaum (weiß oder gelb), Würmer oder ein übler Geruch dabei heißt es wieder – nichts wie ab zum Tierarzt!

Verschluckt Dein Mini-Tiger gerne Dinge, solltest Du darauf achten, dass keine Krümel, Kleinteile, Taschentücher, Fransen und dergleichen in Reichweite des Tieres kommen. Manche Kitten benagen und kauen leidenschaftlich gerne Dinge, die ihnen nicht wirklich guttun.

Parasiten beim Kitten

Recht häufig haben die Kleinen Parasiten. Das können Flöhe, Einzeller oder Würmer sein.

Meistens stecken sie sich schon über die Muttermilch beziehungsweise das Fell der Mutter an.

Wurmlarven entwickeln sich langsam im Organismus. Die häufigsten Katzen-Würmer sind Spul-, Haken- oder Bandwürmer. Das klingt zunächst schrecklich, ist aber meistens ganz leicht zu beheben.

Hinweise für Wurmbefall sind:

  • schlechte Gewichtszunahme oder sogar -abnahme

  • aufgeblähter Bauch

  • sichtbare Würmer oder kleine weiße Segmente am After oder im Kot

  • Erbrechen von Würmern oder Schaum

  • Wachstumsverzögerungen

  • stumpfes Fell

Flöhe siehst Du Deiner Katze leider kaum an. Nur sehr selten kann man die flinken kleinen Biester durchs Fell huschen sehen. Hier hilft nur die Kammprobe. Bei hell gefärbten Katzen, kannst Du die kleinen kringeligen Kothäufchen der Flöhe vielleicht sogar sehen. Zentren der Flöhe sind der untere Rücken am Schwanzansatz, der Hals und die Achseln.

Ein Befall mit Einzellern (Toxoplasmen, Kokzidien, Giardien) bemerkst Du an schleimigem Durchfall.

Wenn Du nicht gerade wieder ein Katzen-Profi bist, solltest Du die Behandlung von Parasiten bei Kitten dem Tierarzt überlassen. Je nach Größe und Konstitution müssen die Medikamente sicher dosiert werden. Vergiss bitte nie, dass Spot-On-Präparate meistens Nervengift enthalten. Ein kleiner Katzenkörper kann damit mehr Probleme haben, als ein ausgewachsener Stubentiger.

Erkältungen und Atemwegsinfektionen bei Kitten

Katzenkinder sind besonders anfällig für Zugluft und Temperaturschwankungen. Ihre kleinen Körper können das nur unzureichend ausgleichen. Achte bei Deinem Kätzchen auf eine zugluftfreie Haltung, die trotzdem ausreichend Frischluft bietet.

Ist es doch passiert, bemerkst Du Infekte der oberen Atemwege und Erkältungen an diesen Anzeichen:

  • Niesen

  • schnarchende Atemgeräusche

  • Nasenausfluss

  • Augenentzündung und -ausfluss

  • Husten

  • Appetitlosigkeit

  • Gewichtsverlust

Geh bitte bald mit Deinem Kätzchen zum Tierarzt, wenn Du diese Symptome bemerkst. Infrage kommen auch Infekte mit dem felinen Herpesvirus. Ein unbehandelter Atemwegsinfekt kann zu weiteren Erkrankungen mit Bakterien oder Pilzen führen.

Hast Du mehrere Kitten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich auch die anderen angesteckt haben. Stell am besten Deine ganze Tiger-Truppe dem Arzt vor.

Fieber kannst Du bei Deinen Kleinen auch ganz einfach selbst feststellen. Dazu gibst Du etwas Speiseöl auf ein Fieberthermometer und führst es vorsichtig in den After ein. Die normale Temperatur bei Katzen liegt zwischen 36,7 °C und 38,9 °C. Alles ab 39° ist eindeutig Fieber.

Kitten Krankheiten – das Wichtigste in Kürze

Auch die kleinsten Katzen können schon zahlreiche Krankheiten haben. Wirkt das Kitten zunächst gesund und baut dann ab, kann der Stress durch den Umzug und die Trennung von Mutter und Geschwistern dahinter stecken.

Ansonsten leiden kleine Katzen recht häufig an Parasiten, Magen-Darm-Problemen oder Infekten der oberen Atemwege.

Gehe bei Auffälligkeiten am besten bald zum Tierarzt. Nur das bringt Dir Sicherheit und Deinem Kätzchen gegebenenfalls rasche Hilfe.

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Bildnachweis:
Bild von Asha L auf Pixabay
Bild von _freakwave_ auf Pixabay

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