Bei den Impfungen für Hunde wird zwischen Pflicht- und Wahlimpfstoffen unterschieden. Zu den Pflichtimpfungen gehören Hepatitis, Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut. Gegen jene Krankheiten sollte der Hund stets geimpft sein.

Beim Hundekauf ist darauf zu achten, dass diese Impfungen im Impfpass oder im Heimtierausweis vermerkt sind. Diese Daten sollten mit dem empfohlenen Impfplan für Welpen abgeglichen werden.

Ist der Welpe erst acht Wochen alt, aber im Ausweis ist eine Tollwutimpfung vermerkt, dann stimmt etwas nicht.

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Die Welpen besitzen eine gewisse Zeit durch die Aufnahme der Muttermilch hinreichend Antikörper gegen unterschiedliche Erreger. Die Antikörper verhindern die Wirkung der frühzeitigen Impfung und entschwinden allmählich.

Nach aktueller Expertenmeinung sind jene Wirkungen mit 15 bis 16 Wochen so gering, dass erst jetzt eine weitere Impfung funktioniert. Die nachfolgenden Impfungen sollen sicherstellen, dass der Welpe gegen die unterschiedlichen Krankheiten geschützt ist.

Die aktive und passive Impfung beim Welpen

Der Impfstoff wird dem Hund zumeist unter der Haut verabreicht und manchmal entsteht danach eine kleine Schwellung an der geimpften Stelle aufgrund des Volumens der Flüssigkeit. Impfungen für Welpen lassen sich anhand unterschiedlicher Kriterien unterteilen. Zum Beispiel gibt es eine aktive und eine passive Impfung. Hierbei ist die aktive Impfung im Alltag von großer Bedeutung.

Bei der aktiven Impfung werden dem Welpen tote oder abgeschwächte Erreger bzw. Erregerprodukte verabreicht. Die Strukturen des Erregerproduktes oder des Erregers werden von definierten Zellen des Immunsystems als gefährlich erkannt.

Im Anschluss erfolgt ein komplizierter Prozess, bei welchem das Immunsystem des Tieres zur Bekämpfung der Keime vor allem spezielle Antikörper entwickeln kann und welcher am Ende zur Erzeugung von Gedächtniszellen führt. Jene Zellen speichern diese Information, welche an der Oberfläche ein Erreger besitzt. Die Gedächtniszellen können besonders langlebig sein.

Wenn es später zu einer Infektion kommt, kann der Erreger durch diese Zellen schnell bekämpft werden. Eine aktive Impfung hat eine sehr lange Wirkungsdauer, jedoch kann es nach der Impfung einige Wochen dauern, bis die komplette Wirkung einsetzt.

Eine passive Impfung des Welpen besteht lediglich aus Antikörpern. Diese werden von bestimmten Immunzellen im Hundekörper produziert. Hierbei werden die Antikörper im Impfstoff aus dem Blut anderer Lebewesen gewonnen, beispielsweise von Pferden oder Kaninchen, und ersetzen eine Produktion der Antikörper durch den Hund.

Die Eliminierung der Erreger setzt dann gleich ein, hat jedoch nur eine geringe Wirkdauer. Daher wird sie statt in der Vorbeugung nur in der Therapie bei bestehenden Krankheiten verwendet, zum Beispiel nach dem Biss durch ein tollwütiges Getier.

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Die Grundimmunisierung beim Hund

Die Grundimmunisierung wird zumeist im Welpenalter durchgeführt und ist eine Folge von zwei bis drei Impfungen, welche im Abstand von vier Wochen und einer folgenden Impfung nach einem Jahr gegeben werden. Hierbei werden Gedächtniszellen aufgebaut und dem Hundekörper Zeit gegeben, die Immunität gegen jene geimpfte Erkrankung zu entwickeln.

Bei einer Grundimmunisierung werden zumeist alle sechs Krankheiten geimpft, je nachdem gegen welche Erkrankungen ein Schutz bestehen soll. Leptospirose wird hiervon ausgeschlossen, wenn ein Ansteckungsrisiko niedrig ist.

Es kann außerdem vorkommen, dass bei einer Grundimmunisierung des Welpen Fehler gemacht werden. Beispielsweise kann es sein, dass die Hunde zu früh immunisiert werden oder der Abstand zwischen einzelnen Impfungen mehr als vier Wochen ist. Dies kann dazu führen, dass trotz der durchgeführten Nachimpfungen keine Immunität aufgebaut wird. Daher sollt bei einer Grundimmunisierung die größte Sorgfalt angewandt und die Termine genaustens eingehalten werden.

Nach einer Grundimmunisierung werden die Welpen meistens regelmäßig gegen sechs unterschiedliche Krankheiten geimpft. Die verwendeten Impfstoffe dafür können kombiniert gegeben werden. Der Name einer Impfung besteht stets aus den Anfangsbuchstaben der Erkrankungen, vor denen die Impfung den Welpen zukünftig schützen soll. Die Abkürzung SHPPi + LT steht für Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Parainfluenza, Leptospirose und Tollwut.

Impfstoffe für Hunde und Nebenwirkungen

Der Hauptgrund vieler Besitzer, den Hund nicht impfen zu lassen, sind eventuelle Nebenwirkungen. Diese können beim Hund in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Impfdurchbrüche, Impferkrankungen und Impfschäden, die gelegentlich an der Impfstelle entstehen, gehören zu den häufigsten Impferkrankungen.

Sie werden durch die im Stoff enthaltenen Antigene hervorgerufen. Der Hintergrund einer Schwellung ist zumeist eine lokale Entzündung. Möglicherweise kann diese auch von Hilfsstoffen verursacht werden und mit Schmerzen verbunden sein. Impfdurchbrüche sind besondere Krankheiten an der Infektionserkrankung trotz einer Impfung.

Sie kann viele Ursachen haben, wie beispielsweise eine falsche Lagerung der Impfstoffe. Hierbei sollte beachtet werden, dass kein Impfstoff eine hundertprozentige Sicherheit bietet. Die Impfschäden werden direkt durch den Stoff oder die Technik bei der Injektion verursacht. Zum Beispiel können Abszesse entstehen, falls durch eine Impfung Bakterien in die Haut des Hundes gelangen.

Obwohl die Impfstoffhersteller die Gefahrlosigkeit der Produkte nachgewiesen haben müssen, kann es infolge einer Impfung zu Nachwirkungen beim geimpften Welpen kommen, die jedoch nicht länger als einen Tag dauern sollten. Auch Nachwirkungen der Impfung beim Hund können verschiedene Symptome beinhalten. Hierzu gehören in erster Linie Müdigkeit, Fieber, Rötungen, Durchfall, Schmerzen und Schwellungen an der Impfstelle, Atemprobleme, Erbrechen, allergische Reaktionen. Generell sind jedoch mögliche Risiken der Impfung gegenüber den der geimpften Krankheit zu vernachlässigen.

Die Nebenwirkungen der Impfstoffe können bei Hunden vielfältig sein. Daher treten zum Beispiel sehr oft Schwellungen an der geimpften Stelle auf, welche nach zwei bis drei Wochen abklingen. Andere mögliche Nebenwirkungen sind Atemnot, Juckreiz und Erbrechen. In schlimmsten Fällen kann die Unverträglichkeit unbehandelt zum Tod des Hundes führen. Solch schwere Nebenwirkungen sind allerdings sehr selten.

Impfstoffe für Hunde enthalten einen wahren Cocktail an Hilfsstoffen. Thiomersal zum Beispiel ist eine besonders toxische Quecksilberverbindung, welche das Nervensystem des Hundes schädigen kann. Aluminiumhydroxid ist ebenfalls ein Nervengift und kann vor allem an der Einstichstelle zu Veränderungen des Gewebes führen.

Andere Zusätze sind Formaldehyd, Antibiotika, Öl-Adjuvantien und Fremdproteine. Diese Stoffe hatten im Tierversuch Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Arthritis und Lupus Erythematodes ausgelöst.

Häufig auftretende Nebenwirkungen von Impfungen bei Welpen sind Unruhe, Benommenheit, Anschwellen des Kopfes, Durchfall, Erbrechen, allergische Reaktionen, Juckreiz, Atemnot, Anämien, Schockzustände, seltsame Verhaltensweisen, Verfärbung des Haarkleides, Nekrosen, Haarausfall an der Einstichstelle, Entzündungen der Blutgefäßwände, Koordinationsstörungen, immunbedingte Erkrankungen der Schilddrüse und Polyarthritis. Auch eine verstärkte Anfälligkeit für Infektionen wie Harnwegs-, Ohr- und Darmentzündungen sind möglich.

Vor alle die Anfälligkeit für Infektionen und die immer öfter diagnostizierten Autoimmunerkrankungen sind mit einer durch die Immunisierung hervorgerufenen Immunsuppression in Zusammenhang gebracht.

Die Immunsuppression äußert sich durch eine Veränderung des Immunsystems nicht nur in der gewünschten Antikörperbildung, sondern in einer Veränderung der eigentlichen Funktion des Abwehrsystems. Sie wird weder von den Pharmafirmen noch von den Tierärzten als bedenklich betrachtet. Welche Auswirkungen diese Veränderung auf lange Sicht haben wird, ist bis heute noch nicht abzuschätzen.

Die Staupeimpfung kann zwei spezifische Nebenwirkungen haben. Hierzu gehört die Staupeimpfvirusenzephalitis, welche nach der Immunisierung durch einen Impfdurchbruch ausgelöst werden kann und meistens tödlich endet. Zudem kann die Immunthrombopenie entstehen, die zu inneren Blutungen führen kann. Oftmals wird diese durch starke Blutungen aus der Nase sichtbar und kann medikamentös behandelt werden. Die Grundimmunisierung gegen Staupe ist dennoch annehmbar. Nicht akzeptiert werden darf eine jährliche Auffrischungsimpfung.

Vor Kurzem veröffentlichte die Tierschutzorganisation Canine Health Concern, dass verschiedene Impfstoffe den Hund krank machen können. Tierärzte und Pharmakonzerne würden die Hundebesitzer dazu drängen, das Tier öfter als nötig impfen zu lassen. Vor allem die meist dreimal nacheinander erfolgenden Mehrfachimpfungen bei Hunden könnten viele Probleme verursachen.

Das maximale und das moderate Impfprogramm für Welpen

Die Impfkommission der Veterinärmedizin wirbt für ein maximales Impfprogramm für die bestmögliche Sicherheit. Diese empfiehlt, Welpen spätestens in der achten Lebenswoche gegen Parvovirose, Staupe, Hepatitis und Leptospirose immunisieren zu lassen. Ist das Tier 12 Wochen alt, erfolgt im Abstand von drei bis vier Wochen gleich zweimal eine Impfung gegen die Krankheiten. Bei dieser Gelegenheit sollte der Hund vor Tollwut ebenfalls geschützt werden. In aller Regel bilden die Tiere dank des Impfschemas hinreichend Antikörper.

Diese Impfungen werden im Alter von etwa 15 Monaten aufgefrischt, dass die komplette Grundimmunisierung abgeschlossen ist. Gegen Parvovirose, Staupe und Hepatitis sollte danach alle drei Jahre die Auffrischung erfolgen. Gegen den Zwingerhusten sowie der Leptospirose wird in jedem Jahr neu geimpft. Generell sollte immer so wenig wie möglich geimpft werden, aber es sollten alle notwendigen Impfungen durchgeführt werden. Es kann es hierbei zu Nebenwirkungen wie allergischen Reaktionen, Entzündungen, Juckreiz, Durchfall, Schwellungen, Atemnot und Erbrechen kommen. Daher sollten sich Hundebesitzer fragen, ob wirklich das maximale Impfprogramm durchgezogen werden soll.

In aller Regel reicht eine moderate Immunisierung vollkommen aus, um das Tier vor schwerwiegenden Krankheiten zu schützen. Die Züchter sorgen in einem solchen Fall für die erste Impfung gegen Hepatitis, Staupe, Leptospirose und Parvovirose. In der 12. Woche werden die Impfungen wieder aufgefrischt. In einem solchen Fall würde zunächst auf die Impfungen gegen Leptospirose und Tollwut verzichtet werden.

Eine Impfung gegen Tollwut wird meist einige Zeit später vorgenommen und alle drei Jahre mit dem entsprechenden Impfstoff wiederholt. Auch jene Impfung gegen Leptospirose erfolgt nach der 12. Lebenswoche einige Zeit später, dann folgen zwei Impfungen im Abstand von etwa vier Wochen. Mit der 16. Lebenswoche ist eine Auffrischung der Impfungen gegen Hepatitis, Staupe und Parvovirose wichtig. Soll eine vierte Impfung abermals erfolgen, dann ist ein Alter von sechs Monaten zu empfehlen, denn zu dieser Zeit ist das Immunsystem des Hundes vollständig ausgereift. Danach kann auf weitere Impfungen gegen die Krankheiten verzichtet werden.

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Bildnachweis:
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Bild von Michael Siebert auf Pixabay

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