Maine-Coon-Rassebeschreibung
Lateinischer Name Felis catus
Herkunftsland USA
Größe groß bis sehr groß (Schulterhöhe bis 40cm)
Gewicht Katze 4 bis 7 kg / Kater 6 bis 9 kg
Lebenserwartung 11 bis 15 Jahre
Fellfarben Halblanghaar, alle Fellfarben und Fellzeichnungen möglich (außer golden)
Typische Rassekrankheiten Herzkrankheit Hypertrophe Kardiomyopathie, Probleme mit den Gelenken, Spinale Muskelatrophie, Polyzystische Nierenerkrankung

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Geschichte der Rasse

Die Maine Coon stammt aus dem Bundesstaat Maine im Nordosten der USA. Das Wort „Coon“ im Rassenamen stammt vermutlich vom Wort „racoon“ (Eng. für Waschbär), da sie durch ihre Felllänge und ihre kräftige Statur durchaus an einen Waschbären erinnert, die es in Nordamerika häufig gibt. Erste Erwähnungen fand die Maine Coon schon um 1860 in Beschreibungen damaliger Landwirtschaftsmessen. 1895 gewann erstmals eine Maine Coon eine Katzenausstellung in New York. Kurze Zeit später geriet die mittellanghaarige Katze jedoch schon wieder in Vergessenheit.

Die Abstammung der Maine Coon ist nicht geklärt, vermutlich wurde sie von Einwanderern aus Europa oder Kleinasien in die USA gebracht, die im 19. Jahrhundert mit dem Schiff im Nordosten der USA landeten. Möglich wäre es, dass auf diese Weise damalige Vorläufer der Perserkatze oder der heutigen Türkisch Angora ins Land kamen und sich mit den einheimischen Hauskatzen im Bundesstaat Maines vermischten.

Um 1950 gründeten Katzenzüchter den „Central Maine Cat Club“ und würdigten so diese besondere Hauskatze. 1973 wurde die Maine Coon von einigen nordamerikanischen Katzenvereinen als eigenständige Rasse anerkannt, 1982 folgte schließlich auch die internationale Anerkennung durch die großen Verbände. Die extrem kleine genetische Basis ist das Kernproblem dieser Rasse.

Aus der „natürlichen“ Hauskatzenpopulation wählte man nur fünf Katzen aus und begründete mit diesen Tieren eine neue, genetisch abgeschlossene Rasse. Alle heutigen Maine-Coon-Katzen gehen auf diese fünf Katzen zurück. Diese Inzucht hat zur Folge, dass die Rasse teilweise sehr krankheitsanfällig ist.

Maine-Coon-Charakter

Verhalten und Wesen

Wenn du eine gesellige, freundliche und umgängliche Katze suchst, ist die Maine Coon die richtige Rasse für dich. Sie wird deshalb auch „gentle giant“, der sanfte Riese unter den Hauskatzen genannt. Die Maine Coon ist äußerst sozial und nicht gern allein. Auf ihren Menschen ist sie besonders fixiert. Vor allem Katzen sind besonders anhänglich, aber auch Kater lieben die Zuneigung ihres Besitzers.

Im Umgang mit Menschen und Artgenossen ist sie sehr gesprächig und fordert auch Spieleinheiten lautstark und mit Nachdruck ein. Sie gibt dabei eine Art Gurren oder Krähen von sich und macht auf ihre Bedürfnisse aufmerksam. Gegenüber Kindern und anderen Tieren ist sie aufgeschlossen und tritt ihnen freundlich gegenüber. Sie wird praktisch nie aggressiv und ist daher die ideale Katze für die Familie.

Die mittellanghaarige Katze ist intelligent und verfolgt aufmerksam das Geschehen in ihrer Umgebung. Außerdem ist sie sehr verspielt und wird dir ein ausdauernder Spielpartner sein. Maine Coons wurden früher als Arbeitskatzen eingesetzt und gehalten, um Ungeziefer zu fangen. Aufgrund ihrer Größe und ihrer Sprungfähigkeit fangen sie jedes noch so flinke Nagetier.

Die Jagd und das Spiel mit der Beute macht ihnen viel Spaß. Ihre besondere Geschicklichkeit mit den Pfoten macht sich besonders bei der Jagd bemerkbar. Und auch der Sprung ins Wasser nützt der Beute nicht, Maine Coons haben keine Scheu vor Wasser.

Auch am Apportieren hat sie viel Freude und manche Maine Coon geht auch gerne mit ihrem Herrchen oder Frauchen wie ein Hund spazieren. Sie wird deshalb auch „Hundekatze“ genannt, weil sie in ihrem Wesen dem Hund sehr ähnlich ist.

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Haltung und Pflege

Obwohl die Main Coon sich wie jede Katze über Freigang freut, fühlt sie sich auch als Hauskatze in deiner Wohnung sehr wohl, vor allem, wenn sie als Wohnungskatze aufgewachsen ist. Bei reiner Wohnungshaltung solltest du jedoch für viel Abwechslung sorgen, denn Maine Coons sind sehr verspielt und lieben Bewegung. Im Idealfall kannst du deine Maine Coon auch auf einem gesicherten Balkon oder einer Terrasse Frischluft schnuppern lassen. Da die Maine Coon sehr gesellig und sozial ist, solltest du sie nicht allein halten.

In jedem Fall benötigt die Katze einen großen und stabilen Kratzbaum. Daran wird sie zum einen ihr Krallen schärfen und zum anderen darauf klettern und die Aussicht genießen. Denn wie alle Katzen liebt auch die Maine Coon einen erhöhten Ausblick, von dem sie ihre Umwelt und ihre menschlichen und tierischen Mitbewohner beobachten kann. Auch das Katzenklo für die Maine Coon sollte ausreichend groß sein.

Du möchtest einem Maine-Coon-Kitten ein Zuhause geben? In diesem Fall solltest du bei der Anschaffung von Zubehör im Hinterkopf behalten, dass diese Rasse sehr groß wird. Kratzbaum, Liegebretter und Co. müssen also entsprechend stabil und groß sein.

Die Tiere sind sehr intelligent und lernen zum Beispiel schnell, Türen oder Wasserhähne zu öffnen. Dies gilt es als Besitzer zu berücksichtigen. Mit etwas Geduld kannst du die Maine Coon auch erziehen, wenn sie beim Züchter gut sozialisiert wurde. Da sie sehr intelligent ist und sich am Menschen orientiert, passt sie den Regeln und Gewohnheiten ihrer Familie an und wird auch schnell stubenrein. Sie lässt sich auch gut an eine Katzenleine gewöhnen.

Trotz ihres Fells ist die Maine Coon verhältnismäßig pflegeleicht. Es reicht, wenn du deine Katze einmal pro Woche ausgiebig bürstest, um lose Haare zu entfernen. Wenn du sie bereits als Kitten an die Fellpflege gewöhnst, wird sie das Bürsten gerne über sich ergehen lassen.

Eine Freigängerkatze bringt leicht Ungeziefer und hängen gebliebenen Schmutz mit in die Wohnung. Am besten untersuchst du das Fell deiner Katze direkt, wenn sie wieder reinkommt. Ansonsten ist die Maine Coon wie jede andere Katze ein sehr reinliches Tier, das seine Fellpflege am liebsten selbst übernimmt.

Auch in Sachen Ernährung sind Coonies nicht sehr anspruchsvoll. Doch egal ob du Trocken- oder Nassfutter fütterst, solltest du Wert auf hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil legen. Außerdem ist es empfehlenswert, Futter ohne Konservierungsmittel, Zucker, Geschmacksverstärker oder ähnliches zu füttern. Du solltest darauf achten, dass deine Maine Coon nicht zu viel frisst, denn die Rasse neigt zu Übergewicht.

Bei deiner Maine Coon kann es zu einer Überversorgung mit Vitaminen kommen. Denn die Futterhersteller unterscheiden nicht zwischen Katzenfutter für kleine und große Rassen, wohingegen dieser Unterschied bei Hundefutter sehr wohl gemacht wird. Eine große Katze benötigt jedoch nicht automatisch doppelt so viele Vitamine wie kleine.

Symptome einer Überversorgung mit Vitaminen können Haarausfall, Hautprobleme, Juckreiz aber auch Schorf- und Krustenbildung sein. Auch die ernährungsbedingte Entstehung von Hüftgelenkdysplasie könnte auf eine Überversorgung mit Vitamin D3 zurückzuführen sein. Du solltest also darauf verzichten, deiner Maine Coon zusätzliche Vitamine zu geben, wenn nicht ein besonderer Bedarf besteht, z.B. wenn deine Katze schwanger ist oder säugt.

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Bildnachweis:
Bild von skeeze auf Pixabay
Bild von Ian Lindsay auf Pixabay