Labrador-Retriever-Rassebeschreibung
Größe Rüde 56 – 57 cm, Hündin 54 – 56 cm
Gewicht 25 – 36 kg
Fell-Varietäten kurz, dicht, glatt, hart mit guter Unterwolle
Fellfarbe schwarz, gelb und braun
Häufige Krankheiten Ellbogendysplasie, Hüftgelenksdysplasie sowie Gelenkschäden
Lebenserwartung 12 – 13 Jahre
FCI Gruppe: 8 Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde, Sektion 1: Apportierhunde, mit Arbeitsprüfung

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Geschichte der Rasse

Der Labrador Retriever stammt aus Großbritannien. Die Vorfahren dieser Hunderasse sind sowohl der Neufundländer als auch der Landseer, die beide an der kanadischen Ostküste ihr Zuhause hatten.

Im Jahr 1814 wurde erstmalig ein Labrador, aber noch kein Labrador Retriever, vom Neufundländer unterschieden. Die Vorfahren des Labradors wurden hauptsächlich bei der Zucht danach ausgewählt, dass sie wasserfreudig, apportierfreudig und gut für die Jagd geeignet waren.

Dennoch waren sie im Jahr 1870 fast ausgestorben. Es wird vermutet, dass alle heute lebenden Labrador Retriever von einem Hund namens Avon abstammen, der im Jahr 1885 geboren wurde. Die Bezeichnung Labrador Retriever gibt es aber bereits seit 1870. Ursprünglich waren alle Labrador Retriever schwarz. Erst später kamen die Fellfarben gelb und braun dazu.

Der englische Kennel Club erkannte die Rasse an sich im Jahr 1903 an. Damals waren noch die meisten Hunde dieser Rasse schwarz. Die Fellfarbe gelb wurde bereits davor, seit dem Jahr 1899, nicht mehr als Fehlfarbe betrachtet. Die Fellfarbe braun hingegen wurde für den Labrador Retriever erst seit dem Jahr 1964 zugelassen.

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Verhalten und Wesen

Wenn Du einen Hund suchst, der sich gut erziehen lässt und sich sehr viel Mühe gibt, alles zu lernen, was Dir gefällt, dann hast im Labrador Retriever den idealen Hund gefunden. Zusätzlich ist diese Hunderasse besonders gutmütig, ruhig und allen Menschen gegenüber aufgeschlossen. Dieser Hund liebt Kinder und eignet sich deshalb auch sehr gut als Familienhund.

Es ist nicht schwer, diesen Hund zu erziehen, denn er möchte seinen Menschen gefallen. Auch anderen Hunden oder Tieren gegenüber ist der typische Labrador Retriever normalerweise weder ängstlich, unsicher oder gar aggressiv. Wenn Du Dich für diese Hunderasse entscheidest, denke daran, dass der Labrador Retriever ursprünglich als Jagdhund gezüchtet wurde.

Seine ausgeprägte Lernfreude, sein Spaß am Apportieren und die Tatsache, dass diese Hunde nicht wasserscheu sind, sind darauf zurückzuführen. Auch wenn heute viele Vertreter dieser Hunderasse als Familienhunde gehalten werden, weil sie so gutmütig, freundlich und mit allem und jedem verträglich sind, ist es wichtig, sich auch diesen Ursprung in der Zucht vor der Anschaffung so eines Hundes vor Augen zu halten, denn auch das gehört zu seinem Verhalten und Wesen nun einmal dazu.

Ein Labrador Retriever ist nur dann wirklich glücklich, wenn seinem Wesen in jeder Beziehung Rechnung getragen wird. Was noch wichtig zu erwähnen wäre, der Labrador Retriever eignet sich nicht als Schutz- oder Wachhund, denn für diese Aufgaben wurde er nicht gezüchtet.

Haltung und Pflege

Wenn Du Dir nach der gründlichen Überlegung, was in seiner Zuchtgeschichte zum typischen Verhalten und Wesen des heutigen Labrador Retriever alles beigetragen hat, so einen Hund anschaffst, musst Du bei seiner Haltung und Pflege folgende Dinge besonders aufmerksam beachten:

Auch wenn der Labrador Retriever sich sehr gut als Familienhund eignet, weil er so freundlich und ausgeglichen, gutmütig und lernwillig ist, er ist kein Hund für eine kleine Etagenwohnung in der Stadt.

Genauso wenig gehört ein Labrador Retriever in einen Hundezwinger. Dieser Hund braucht aufgrund seiner angeborenen Aktivität nämlich sehr viel Bewegung und wäre in einer engen Stadtwohnung deshalb nicht ausgelastet.

Dieser Hund ist ein sehr bewegungsfreudiger nicht wasserscheuer Jagdhund, denn auf diese Eigenschaften hin wurde er gezüchtet. Er will etwas lernen, wie Du oben bereits gelesen hast, und wird sich auch alle Mühe geben, Dir und den Mitgliedern Deiner Familie alles recht zu machen, egal was Ihr ihm alles gern beibringen möchtet. Er apportiert für sein Leben gern und wird sich auch sonst viel Mühe geben, Dir und der Familie zu gefallen.

Dazu müssen aber auch Menschen da sein, die bereit sind, sich viel mit diesem sehr bewegungsfreudigen Tier zu beschäftigen. Er will lernen, also müsst Ihr Euch die Zeit nehmen, ihm viele Dinge beizubringen. Er will dafür gelobt werden und Euch gefallen, also vergesst nicht, Eurem Labrador Retriever zu zeigen, dass er seine Sache gut macht, wenn es so war.

Er will ein aktives Leben an Deiner oder Eurer Seite führen. Deshalb muss mindestens eine Person da sein, die diese Zeit auch hat und sie sich auch regelmäßig nimmt. Ein schöner Garten wäre trotzdem noch wichtig für sein Glück, damit er sich auch genug bewegen kann, wenn Ihr nicht unterwegs seid.

Labrador-Retriever-auf-der-Wiese

Wenn es möglich ist, machst Du Deinem Labrador Retriever viel Freude damit, ihn auch Dinge aus dem Wasser apportieren zu lassen. Er liebt es, einen Ball oder andere Gegenstände aus dem Wasser zu holen und sie Dir wiederzubringen.

Es wäre deshalb schön, wenn in der Nähe Deines Wohnortes Seen, Teiche, Flüsse oder Bäche vorhanden sind, in denen Dein Hund auch baden darf. Dann kann er diese angeborene Leidenschaft dort nach Herzenslust ausleben.

So gern wie der Labrador Retriever auch lernt. Eins wirst Du diesem Hund kaum beibringen können. Dieser Hund ist von Natur aus freundlich und gutmütig.

Er ist kein Wachhund und eignet sich gar nicht dazu, ihn scharf zu machen, weil Angriffslustigkeit nicht zu seinen angeborenen Eigenschaften gehört. Sollte Dir so eine Eigenschaft wichtig sein, ist diese Hunderasse nicht die passende für Dich.

In einen Hundezwinger gehört der Labrador Retriever ebenfalls nicht, denn dazu ist er viel zu menschenbezogen. Er will in Deiner Nähe oder der Deiner Familie sein und muss dazu auch immer die Möglichkeit bekommen. Sonst wäre der Hund sehr unglücklich.

In Bezug auf die reine Körperpflege ist der Labrador Retriever sehr unkompliziert. Er hat ja kurzes Fell und muss nur regelmäßig durchgebürstet werden, um sich schon wohl zu fühlen. Wie bei jedem anderen Hund auch, solltest Du ab und zu einen Blick auf seine Ohren, Augen und auch die Krallen werfen.

Sollte dort etwas auffällig sein, geh mit ihm zum Tierarzt und lasse Dir helfen. Das gleiche gilt natürlich für Parasiten, von denen auch der Labrador Retriever befallen werden kann. Auch in diesen Fällen brauchst Du dann die entsprechenden Mittel von Deinem Tierarzt, um ihn von diesem Plagegeistern wieder zu befreien.

Abschließend sei noch gesagt, dass der Labrador Retriever das ganze Jahr über Haare verliert. Die verliert er auch in Haus und Wohnung und das sollte Dich nicht stören, wenn er zu Dir und Deiner Familie dazugehören soll.

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Bildnachweis:
Bild von Carlos Barengo auf Pixabay
Bild von Ria Algra auf Pixabay

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