Vermutlich kennt jeder den Ausruf oder Gedanken „Sie werden so schnell groß!“, wenn man sich alte Fotos oder Videos von Verwandten oder von sich selbst anschaut.

Das diese Aussage nicht nur auf Menschen zutrifft, sondern auch, und vor allem, bei Katzen, dürfte jedem bewusst sein, der schon einmal eine Katze hatte. Die Jugend von einem Stubentiger dauert nur wenige Monate und schneller als man schauen kann, wird aus einem hilflosen, blinden Würmchen, eine selbstbewusste Katze.

Aber wie genau geht diese Entwicklung vonstatten? Wann entwickeln sich die Sinne und wie sozialisiert sich das Kätzchen? Im Folgenden kannst Du die Antworten auf die Fragen finden.

Entwicklung-eines-Kitten

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Entwicklung des Kitten im Bauch der Mutter

Sobald sich Mutterkatze und Kater paaren, werden die Eizellen der Katze „ausgelöst“, Spermien sind bei Katern bis zu 24 Stunden lebensfähig. Die Zellteilung beginnt circa 46 Stunden nach der geglückten Befruchtung und das Katzenbaby wächst heran. Nach sechs Tagen ist der Embryo schon 1,5 Millimeter lang. Nicht überlebensfähige Embryos sterben innerhalb der ersten zwei Wochen ab, zu diesem Zeitpunkt nistet sich der Embryo an der Gebärmutterwand ein.

Die für die Katzengestalt charakteristischen Anlagen, wie etwa das Maul, die Augen und die Ohren, werden ab dem achtzehnten Tag ausgebildet und sichtbar. Die Vorderbeine entwickeln sich mit drei Wochen, ebenso wächst die Wirbelsäule und die Organe bilden sich heraus. Ab dem vierundzwanzigsten Tag der Katzenembryo über seinen Tastsinn. Die embryonale Entwicklungsphase ist abgeschlossen und es geht, ist in die fötale Entwicklungsphase über.

Schon 60 Tage nach der Befruchtung wäre das Katzenbaby überlebensfähig, da der Fötus vollständig ausgewickelt ist. In der Zeit zwischen dem vierundzwanzigsten und dem sechzigsten Tag haben sich die Krallen, Augenlider und das Innenohr ausgebildet.

Ebenso hat das Fellwachstum eingesetzt und die Haut hat ihre spätere Färbung angenommen. Auch wenn der Fötus nach 60 Tagen schon überlebensfähig wäre, dauert es noch, bis die Geburt schließlich einsetzt. Nach einer Tragzeit von insgesamt neun Wochen bringt die Katzenmutter ihre Kitten zur Welt. Die Kleinen wiegen bei der Geburt zwischen 80 und 100 Gramm.

Das Licht der Welt wurde erblickt

Da Katzen keine nestflüchtenden Tiere sind, benötigt die Babykatze noch einige Zeit, bis sie in der Lage ist, sich autonom zu bewegen. Die Entwicklung ist noch nicht vollständig abgeschlossen und der Wachstumsprozess geht nach der Geburt außerhalb der Gebärmutter weiter.

Noch sind beim Kätzchen lediglich der Geruchs- und Tastsinn vorhanden, diese sind wichtig für das Überleben, denn nur so kann das Katzenbaby die Zitzen der Mutter finden. Die anderen Sinne entwickeln sich erst nach und nach. Diese sind mit sechs bis sieben Wochen vollständig ausgeprägt. Die Niere funktioniert ab der achten Woche und die Leber ab der 16. Woche wie bei der Katzenmutter.

So-entwickelt-sich-ein-Katzenbaby

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Entwicklungsstufen der Sinne des Kittens:

Interaktion mit der Welt

Das Katzenbaby entwickelt sich in den ersten Wochen nicht nur körperlich rasant, sondern durchläuft auch verschiedene Sozialisations- und Lernphasen. Hier ist es besonders wichtig, dass Du Baby und Mutter nicht zu früh voneinander trennst und das Kätzchen diese Phasen somit ungestört durchlaufen kann.

Nur auf diese Weise kannst Du sichergehen, dass aus dem kleinen Fellknäuel, welches sich in der Welt zurechtfinden muss, eine selbstbewusste und charakterstarke Katze wird.

Sozialisation des Kittens

Ab wann ist das Kitten erwachsen?

Die Jugendphase beginnt bei Katzen ab acht Wochen und mit zehn Wochen erfolgt ein regelrechter „Wachstumsschub“. Die Geschlechtsreife erreichen die meisten Katzenrassen um den vierten Lebensmonat herum.

Damit einhergehend kommt die „Pubertät“. Entwickeln sich die kleinen Kätzchen in dieser Zeit kurzfristig zu kleinen Flegeln, so ist es wichtig, dass Du sie nicht unnötig bestrafst, sondern ihnen mit sanfter Strenge und Geduld begegnest. So vermeidest Du einen Bruch in eurem Vertrauensverhältnis und das Entwickeln unerwünschter Verhaltensweisen. Mit dem ersten Geburtstag gilt das Kätzchen als erwachsen.

Wenn Du vorhast, ein junges Kätzchen zu adoptieren, erkundige Dich, ob Du es vorab schon regelmäßig besuchen kannst. Auf diese Weise lernt ihr beide nicht nur schon vor dem Umzug kennen, sondern Du kannst auch die Entwicklung „deiner“ Katze verfolgen.

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Bildnachweis:
Bild von Mariya auf Pixabay
Bild von birgl auf Pixabay

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