Vor mehr als 70 Jahren begannen engagierte Züchter, die Gesundheit ihrer Schützlinge in den Mittelpunkt der Perserkatzenzucht zu stellen. Denn die bis dato herrschende Massenzucht hat das Heranzüchten des typischen „Peke-Faces“ der Perserkatze forciert.

Dadurch ergaben sich für die Perserkatzen zahlreiche gesundheitliche Probleme.

Trotz der problematischen Zuchtgeschichte dieser Katzenrasse können die Fellnasen seit geraumer Zeit bei einer gesunden Ernährung, einer guten Haltung und einer regelmäßigen Pflege lange fit und gesund leben. Perserkatzen können bis zu 16 Jahre alt werden.

Perserkatze-Gesundheit

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Als Katzenbesitzer kannst Du vieles zur Gesundheit Deines Stubentigers beitragen

Falls es Dein Wohnverhältnis erlaubt, dann halte mindestens zwei Perserkatzen. Diese Rassekatzen gelten zwar als die Aristokratinnen unter dem Katzenhimmel, sind aber durchaus soziale Wesen.

Besuche in regelmäßigen Abständen einen kompetenten sowie emphatischen Tierarzt und lasse Deine Vierbeiner durchchecken. Die angebrachten Impfungen, die adäquate Pflege und auch die richtige Ernährung sind für die Gesundheit Deiner Hauskatze wichtige Eckpfeiler. Verwöhne Deine vierbeinigen Hausgenossen nicht allzu sehr mit Leckerchen.

Gesunde Katzen sind in der Regel fit und agil. Da die Perserkatze von Natur aus eine Schönheit ist, posiert sie natürlich gerne und lässt sich in ihrer Gelassenheit und ihrer Überheblichkeit gerne bewundern. Zudem ist die Rasse regelrecht süchtig nach Streicheleinheiten und lobenden Worten.

Eine Perserkatze ist somit viel eher eine Schmusekatze als ein jagendes Raubtier wie zum Beispiel die Bengalkatze oder die Europäisch Kurzhaar. Hegst Du Deinen Stubentiger und sorgst Du für eine artgerechte Haltung, so bist Du in der Lage gewisse Katzenkrankheiten, soweit es möglich ist, auszuschließen.

Aber leider gibt es bei der Perserkatze auch Gesundheitsprobleme, gegen die Du auch mit vorbeugenden Maßnahmen wenig bis gar nichts ausrichten kannst.

Perserkatze-Krankheiten

Ein guter Tipp

Interessierst Du Dich für die Rasse, es gibt drei verschiedene Perserkatzen, dann informiere Dich vor dem Kauf sehr genau. Die meisten Züchter halten sich sowohl rigoros an die gesetzlich bestimmten Vorlagen als auch an die Zucht-Ethik.

Verantwortungsbewusste Anbieter sind darauf bedacht, alles für das Wohl der Tiere zu unternehmen. So werden die Zuchttiere sowie auch deren Nachkommen frühzeitig auf gefährliche Krankheiten getestet. Finden sich hierbei betroffene Tiere, so werden diese vom Züchter von der Zucht ausgeschlossen.

Viele angesehene Züchter von Perserkatzen sind Mitglieder in einem Zuchtverein. Dieser übernimmt die Aufgabe, die Haltungsbedingungen der Zuchtkatzen regelmäßig zu kontrollieren. Des Weiteren sorgt der Verein auch für eine sinnvolle Verpaarung von einzelnen Zuchtexemplaren. Auf diese Weise wird versucht, genetisch bedingte Erbkrankheiten a priori auszuschließen.

Kontaktiere darum nur seriöse Züchter. Je renommierter und erfolgreicher der Züchter ist, desto weniger läufst Du Gefahr, Dir ein bereits erkranktes Perserkatzenbaby ins Haus zu holen. Die Gesundheit einer Perserkatze ist nämlich von mehreren Faktoren abhängig.

Diese haben für das Katzenbaby gerade in den ersten zwölf Lebenswochen einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung.

Zum Thema Überzüchtung

Obwohl sich seit einigen Jahrzehnten die Umstände des Züchtens zum Wohle der Perserkatzen drastisch verbessert haben, gibt es nach wie vor etliche rassetypische Krankheiten. So leiden viele Zuchten dieser Katzenrasse unter starker Inzucht.

Das kann zur Folge haben, dass Perserkatzen eine verkürzte Lebenserwartung haben, unter Kränklichkeit leiden. Oft führt die Überzüchtung zu Immunschwächen. So gibt es bei der Perserkatze eine regelrechte Phalanx an züchterisch verbreiteten Erbkrankheiten.

Nicht ohne Grund leidet die Population der Perserkatze unter massiver Überzüchtung. Das reicht sogar häufig bis hin zu Qualzucht. Doch die Überzüchtung ist immer auch als Tierquälerei zu begreifen. Als Halter hast Du mit Tieren aus einer fragwürdigen Zucht nichts als Scherereien.

Zum einen leidet Dein geliebter Vierbeiner und Du bist mit einer aufwendigen und oftmals lebenslangen Pflege Deines Persers zugange. Ganz zu schweigen, wie hoch die Tierarztkosten bei einer kranken Perserkatze letztendlich ausfallen.

Was die Gesundheit der Perserkatze konkret anbelangt

Das Durchschnittsalter eines Persers liegt zwischen 12 und 18 Jahren. Aufgrund der ziemlich kleinen Nase der Rassekatzen reicht die Atmung oft nicht aus, um große Hitze zu ertragen oder um kalte Luft aufzuwärmen.

Dein Perser ist bei hohen Außentemperaturen nicht ausreichend gut geschützt. Dies trifft auch bei Schnee und bei feuchtem sowie kaltem Wetter zu. Der Perser ist eine ideale Wohnungskatze, denn diese Rasse braucht für ein gesundes und gutes Leben ein kontrolliertes Klima.

Auch die Augen der Perserkatze leiden ziemlich schnell unter Trockenheit und bei Wind. Das Temperament eines Persers ist nicht allzu aktiv. Dies sowie die Genetik und die Statur der Perserkatze können zu Übergewicht führen. Da Dein geliebtes Haustier zu Fettleibigkeit neigen kann, solltest Du bezüglich der Ernährung besonders aufmerksam sein.

Liebe geht beim Menschen vielleicht durch den Magen, aber sicherlich nicht bei der Diva unter den Katzenrassen. Damit Dein Stubentiger gesund bleibt, musst Du ihm in puncto Ernährung und Bewegung die notwendige Aufmerksamkeit schenken.

Auch eine Perserkatze will beschäftigt und unterhalten werden. Langeweile führt auch bei Deiner Perserkatze früher oder später zu überschüssigen Pfunden und Trägheit.

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Gesundheitliche Probleme durch Zuchtsünden

Es gibt leider immer noch genügend Perserkatzen-Züchter, die sich einen Dreck um die Gesundheit ihrer Zuchttiere scheren. Die meisten von diesen unverantwortlich agierenden Züchtern legen einen besonders hohen Wert auf das extreme Aussehen ihrer Perser.

Bei einer verschmusten Samtpfote kann allen voran die kurze, platte Nase zu gesundheitlichen Problemen führen. Ist dieses Zuchtmerkmal extrem ausgeprägt, so fallen den Tieren das ganze Leben hindurch das Fressen und das Atmen schwer. Zudem leiden Perserkatzen häufig an Entzündungen im Gesichtsbereich und tränenden Augen. Diese Tiere müssen somit sehr oft tierärztlich betreut werden.

Was versteht man unter Erbkrankheiten?

Durch die zeitweise doch sehr starke Überzüchtung der Perserkatzen haben sich vermehrt Krankheiten herauskristallisiert, mit denen sich die Tiere häufiger herumschlagen müssen als die Katzen anderer Rassen. Was jedoch keinesfalls bedeutet, dass bei Perserkatzen nicht auch Krankheiten auftreten können, die bei anderen Hauskatzen üblich sind.

Die typischen Krankheiten der persischen Katze

Du darfst nicht davon ausgehen, dass nur überzüchtete Perserkatzen gesundheitliche Probleme haben. Es gibt neben den typischen Erbkrankheiten weitere typische Leiden, die unabhängig von den genetischen Veranlagungen auftreten. Dazu gehören unter anderem:

  • Erkrankungen der Hornhaut (Hornhautnekrose)

  • Erkrankungen der Harnwege (Blasensteine und Blasenentzündungen)

  • Hautkrankheiten (Tumore, Mattenbrand und primäre Seborrhoe)

Erbkrankheiten, die bei Perserkatzen häufig auftreten

  • 1. Herzkrankheit: Die hypertrophe Kardiomyopathie kann zu Herzinsuffizienz führen.

  • 2. Progressiver Netzhautschwund

  • 3. Zahnfehlstellungen

  • 4. Kieferfehlstellungen

  • 5. Augenlider, die einwärts gedreht sind.

  • 6. Taubheit

  • 7. Hodenhochstand bei Perserkatern

  • 8. Die polyzystische Nierenerkrankung kann zu Niereninsuffizienz führen.

  • 9. Atemprobleme

  • 10. Polypen im Rachenraum und in der Nase

Die geltenden EU-Rassestandards haben zumindest bewirkt, dass Perserkatzen auf dem europäischen Festland kaum mehr an abgeknickten Tränenkanälen und zu engen Nasenöffnungen zu leiden haben.

Spätestens jetzt sollte klar sein, wie wichtig es für Dich als zukünftigen Halter von Perserkatzen ist, Dich für einen professionellen Züchter zu entscheiden. Denn dann kannst Du Deiner Samtpfote und auch Dir selbst ein sorgenvolles Miteinander ersparen.

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Bildnachweis:
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Bild von Gordon Johnson auf Pixabay

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