Die Heilige Birma ist trotz der Tatsache, dass sie eine Rassekatze ist, nicht überzüchtet. Die Rasse ist relativ ruhe liebend, sanft und lieb, weshalb du ihr Wohlbefinden deutlich steigern kannst, wenn du ihr ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Streicheleinheiten bietest.

Sie ist daher auch sehr gut als reine Wohnungskatze geeignet, ihr Bewegungsdrang ist eher mäßig.

Da sie jedoch sehr gesellig und verschmust ist und sowohl ihre Menschen als auch andere Katzen am liebsten rund um die Uhr um sich hat, empfiehlt sich die Haltung von mindestens zwei Katzen, um psychischem Stress durch Einsamkeit und Langeweile vorzubeugen, denn Gesellschaft ist für die Heilige Birma so wichtig wie Wasser und Futter.

Heilige-Birma-Gesundheit

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Auch ein katzenfreundlicher Hund wäre denkbar. Da die Heilige Birma sehr intelligent ist, solltest du auch geeignetes Spielzeug für sie bereithalten, damit ihre Intelligenz nicht verkümmert.

Die Gesundheit deiner Heiligen Birma

Obwohl sie ein sehr dichtes, halblanges Fell besitzt, ist sie relativ pflegeleicht und neigt kaum zu Verfilzungen im Fell, da bei ihr die Unterwolle fehlt. Dennoch solltest du das Fell deiner Heiligen Birma regelmäßig bürsten, damit es weich und gepflegt aussieht. Besonders beim Fellwechsel solltest du unterstützend mit einer Bürste eingreifen.

Die Heilige Birma reinigt und pflegt sich zudem ausgiebig selbst, doch können verschluckte Haare zu Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Darmverschluss führen, ganz besonders dann, wenn die Katze keine Freigängerin ist und nur in der Wohnung gehalten wird. Mit dem richtigen Futter kannst du der Bildung von Haarballen entgegenwirken.

Im gut sortierten Zoofachhandel findest du spezielles Katzenfutter für Halblang- und Langhaarkatzen. Die darin enthaltenen Zusatzstoffe unterstützen die Verdauung deiner Heiligen Birma und sorgen dafür, dass die verschluckten Haare auf schonende Weise wieder ausgeschieden werden. Ergänzend könntest du deiner Wohnungs-Birma Katzengras anbieten, was die meisten Katzen dankend annehmen.

Generell ist es empfehlenswert, auf möglichst wenig Konservierungsstoffe im Futter und auf eine hochqualitative Proteinzufuhr zu achten. Sie kann ihren Proteinbedarf nicht durch gefangene und verzehrte Mäuse oder Vögel decken und ist auf die Gabe von ausreichend Rohprotein angewiesen.

Der Ernährungsplan kann gegebenenfalls durch gelegentliche Rohfütterung und Vitamingaben ergänzt werden, um sicherzustellen, dass es der Heiligen Birma an nichts mangelt.

So wirst du Parasiten deiner Katze wieder los

Aufgrund des mittellangen Fells der Heiligen Birma solltest du sie regelmäßig auf Parasitenbefall untersuchen, denn nicht wie Würmer, die im Inneren des Tierkörpers Schaden anrichten, sind Parasiten (Ektoparasiten) auf der Haut und im Fell des Tieres zu finden.

Zecken, Flöhe oder Ohrmilben gehören zu dieser Parasitengruppe. Bei Zeckenbissen kann es zur Übertragung von tödlichen Krankheiten kommen. Flöhe sitzen im Fell und saugen ebenfalls Blut. Die Katze kratzt sich dann auffallend viel.

Ohrmilben fühlen sich in der Ohrmuschel zu Hause und fressen Hautzellen und Ohrsekret. Ein befallenes Tier kratzt sich häufig an den Ohren, was oftmals zu Ohrenzündungen führen kann. Gerade bei langhaarigen Katzen solltest du ein besonderes Augenmerk auf die Ohren legen, da diese oftmals von dichten Haaren verdeckt sind.

Die typischen Infektionskrankheiten der Heiligen Birma

Neben den typischen Infektionskrankheiten wie Katzenseuche, Katzenschnupfen, FIP, usw., die für alle Katzen gefährlich sind, kann es bei der Heiligen Birma zuweilen zu einer Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) kommen. Dieses Leiden ist auf die Verwandtschaft der Heiligen Birma mit der Perserkatze zurückzuführen, mit der es hin und wieder Einkreuzungen gibt.

Das Krankheitsbild sieht so aus, dass die Niere Zysten bildet, die das Organ nach und nach beeinträchtigen und unbehandelt zu Nierenversagen führen. Die Krankheit verläuft tödlich, doch wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann der Katze ein schmerzfreies Leben gewährt werden. Die Lebenserwartung deines Tiers muss nicht geringer sein, wenn es entsprechend medikamentös eingestellt wird.

Auch die Siamkatze wurde und wird gelegentlich in der Zucht von Heiligen Birmas eingekreuzt, weshalb es gelegentlich zu Schielen bei dieser Rasse kommen kann. Die Augenfehlstellung lässt sich schon im Alter von wenigen Wochen feststellen. Falls dem so ist, ist die Sehkraft der Katze zwar etwas beeinträchtigt, was das Tier aber nicht weiter stört. Allerdings solltest du deine Heilige Birma dann als reine Wohnungskatze halten und nicht als Freigängerin, um mögliche Unfälle aufgrund des eingeschränkten Sehvermögens zu vermeiden.

Heilige-Birma-Krankheiten

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Was genau ist die Hypomyelination?

In jüngster Vergangenheit kommt es zudem vermehrt zu Meldungen von Züchtern über einen gesundheitlichen Makel, der vermutlich auf einen vererbbaren Gendefekt zurückzuführen ist. Es können grundsätzlich alle Katzen davon betroffen sein, ungeachtet der jeweiligen Rasse. Bekannt war die Krankheit bisher aber eigentlich nur bei Hunden: die Hypomyelination.

Als Hypomyelination wird die Störung in der Entwicklung/Zerstörung von Myelin bezeichnet. Dieses wird für die Kommunikation der Zellen im Nervensystem und die schnelle, koordinierte Bewegung benötigt. Die Krankheit macht sich schon bei Kätzchen bemerkbar, die, wenn sie ab der dritten Woche anfangen sich fortzubewegen, durch unkoordinierte und spastische Bewegungen auffallen. Die abnormalen Abläufe im Bewegungsapparat sind auf einen Mangel von Myelin zurückzuführen.

Die Krankheit kann sich zu einem Tremor auswachsen oder aber die Hinterbeine fangen stark an zu zittern. Häufig bessert sich der Zustand mit der Zeit wieder und das Problem wird oft nicht als solches erkannt bzw. ernst genommen, ein Tierarztbesuch bleibt aus. Doch die irreversible Störung wird trotzdem weiter vererbt. Betroffene Tiere leiden bereits in jungen Jahren an Epilepsie, Taubheit oder anderen Behinderungen sowie einer herabgesetzten Lebenserwartung.

Diese Krankheitsbilder werden häufig genug nicht mit dieser Erbkrankheit in Verbindung gebracht und der Gendefekt bleibt unentdeckt. Doch die Krankheit lässt sich nur durch konsequente Zuchtselektion ausrotten, was bedeutet, dass betroffene Tiere aus der Zucht ausgeschlossen werden müssen.

Die Erbkrankheiten der Heiligen Birma

Gelegentlich kommen die verbreiteten Erbkrankheiten wie Anämie, Herzkrankheiten oder einige Augenkrankheiten vor, die eine Folge ihres Akromelanismus sind. Bei gesunden Zuchttieren treten diese Krankheiten allerdings normalerweise nicht auf.

Wie bei jeder anderen Katze auch, ist es essenziell, regelmäßige Tierarztbesuche einzuplanen und den Gesamtgesundheitszustand deiner Heiligen Birma routinemäßig prüfen zu lassen. Regelmäßige Impfungen und Entwurmungen verstehen sich von selbst. Sollte deine Katze als Freigängerin gehalten werden, sind ergänzende Impfungen Pflicht.

Du solltest sie auf jeden Fall gegen Tollwut und Katzenleukose impfen lassen. Wenn du mit deiner Heiligen Birma nicht züchten willst, empfiehlt sich eine Kastration oder Sterilisation. Häufig sind unkastrierte Tiere einem höheren Krebsrisiko ausgesetzt, das nicht unnötig eingegangen werden muss, wenn du keine Zuchtpläne mit deiner Katze hast.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass, wenn sie artgerecht gehalten wird, die Heilige Birma grundsätzlich keine Gesundheitsprobleme hat, denn diese Rasse ist widerstandsfähig, robust und nicht krankheitsanfällig.

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Bildnachweis:
Bild von Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay
Bild von Gordon Johnson auf Pixabay

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