Border-Collie-Rassebeschreibung
Größe Rüde 53-55 cm, Hündin 45-53 cm
Gewicht 13-22 kg
Fell-Varietäten mittellang und glatt mit Unterwolle, Kurzstockhaar mit Unterwolle
Fellfarbe Schwarz-weiß, Tri-Color, Braun-weiß, Merle
Häufige Krankheiten Augenkrankheiten, Epilepsie
Lebenserwartung 12 – 14 Jahre
FCI Gruppe: 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde) Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde) Sektion 1: Schäferhunde mit Arbeitsprüfung

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Geschichte der Rasse – Border Collie

Der Border Collie ist ein intelligenter Hund mit viel Ausdauer und einem ausgeprägten Hüteinstinkt. Wie sein Name besagt, stammt der Border Collie aus den Scottish Borders, einer schottischen Region an der Grenze zu England.

Bereits im 16. Jahrhundert wurde er von John Caius, dem Leibarzt der englischen Königin Elizabeth I., in einem Buch über englische Hunderassen erwähnt. Caius beschrieb den Border Collie als einen Hirtenhund mit einem außergewöhnlichen Talent. Der Hund, so schrieb Caius, bringe die Schafe jedes Mal genau dorthin, wo der Schäfer sie haben wolle.

Als Stammvater des heutigen Border Collie jedoch gilt der 1893 geborene Rüde Old Hemp. Im Laufe seines acht Jahre währenden Lebens bewies Old Hemp herausragende Hütefähigkeiten. Außerdem soll er an die 300 Nachkommen gezeugt haben.

2015 wurde Old Hemp und seinem Züchter Adam Telfer in der englischen Grafschaft Northumberland ein Denkmal errichtet. 1910 wurde die International Sheep Dog Society gegründet. Diese Züchtervereinigung züchtet den Border Collie allein nach Arbeitsleistung.

1976 wurde der Border Collie auch von der Federation Cynologique Internationale, dem internationalen kynologischen Dachverband, als Rasse anerkannt. Zu Beginn der 1970er-Jahre schaffte es der Border Collie auch bis nach Deutschland.

Verhalten und Wesen

Im Gegensatz zu vielen anderen Hütehunden, die einen ausgeprägten Beschützerinstinkt haben, ist das ursprüngliche Einsatzprofil des Border Collie viel begrenzter. Dieser Hund ist auf das Hüten von Schafen spezialisiert, was sich in seiner einzigartigen geduckten Körperhaltung und dem starren Blick entnehmen lässt.

Der Border Collie kann derart präzis und nuanciert auf die Schafe reagieren, dass er einzelne Tiere oder kleine Gruppen aus einer Schafherde absondern kann. Mensch und Gut zu verteidigen liegt beim Border Collie nicht drin, denn auf Fremde reagiert er gelassen und eher neutral. Seine schnellen Reaktionen machen ihn zum perfekten Kandidaten für das Agility-Training.

Der Border Collie ist intelligent und wissbegierig, er muss fortwährend stimuliert werden. Er ist anhänglich, ohne fordernd zu sein, und passt sich problemlos an den Menschen an. Allerdings ist er auch ein echtes Energiebündel.

Wird ihm keine anspruchsvolle Aufgabe zugeteilt, findet er eben selbst ein passendes Hobby. Allerdings genügt es nicht, ihn nur körperlich auszulasten, denn dieser Hund braucht Kopfarbeit. Im Großen und Ganzen ist der Border Collie neugierig, aufgeschlossen und verschmust. Er ist nicht aggressiv veranlagt und kann mit der richtigen Erziehung zu einem treuen und vor allem sensiblen Begleiter werden.

Wenn Du nach einem Hund suchst, der Dich auf Outdoor-Abenteuern begleitet und dabei auch noch Spaß hat, ist der Border Collie eine ausgezeichnete Wahl. Bedenke jedoch, dass diese Hunderasse fortwährend beschäftigt werden muss und Du Dir keine faulen Tage gönnen kannst.

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Border-Collie-Charakter

Haltung und Pflege

Viele Menschen schaffen sich einen aktiven Hund an, wenn sie selbst aktiver werden möchten. Wenn Du aus ähnlichen Überlegungen einen Border Collie in Dein Leben lässt, kann das nicht weder für Dich noch für Deinen Hund gutgehen.

Der Border Collie ist nur für jene Menschen geeignet, die bereits überdurchschnittlich aktiv sind und sich ein Leben ohne lange Wanderungen, Radtouren oder andere Outdoor-Aktivitäten gar nicht vorstellen können. Auf dem Sofa liegen und kuscheln gehört natürlich dazu, spielt bei dieser Hunderasse jedoch eine untergeordnete Rolle. Erst wenn er gefordert und ausgelastet wird, kann der Border Collie auch seine sanfte, verspielte Seite zeigen.

Ein Border Collie benötigt viel Platz und sollte deshalb nie in einer kleinen Stadtwohnung gehalten werden. Am besten ist es für einen Hund dieser Rasse, wenn er auf einem Bauernhof seine natürlichen Instinkte ausleben kann. Du solltest zumindest ein Haus mit einem verhältnismäßig großen Garten besitzen, sodass sich Dein Hund jederzeit austoben kann.

Der Border Collie legt großen Wert auf die Meinung seines Menschen und möchte es ihm immer recht machen. Diese Eigenschaften lässt sich dazu nutzen, ihm tolle Hundetricks beizubringen. Mit dem richtigen Training können sich Border Collies können sich Hunderte von Gegenstände merken, Autofenster öffnen, auf Drahtseilen balancieren und noch vieles mehr. Ist dem Border Collie langweilig, kann dies unangenehme Folgen haben. In den meisten Fällen muss die gesamte Wohnungseinrichtung daran glauben – vor dem Border Collie sind weder Türrahmen noch Möbel sicher.

Wenn Du Dein Leben mit einem Border Collie teilen möchtest, solltest Du unbedingt genügend Zeit einplanen. Border Collies gehören nicht zu denjenigen Hunden, die alleingelassen werden können. Es sollte auf jeden Fall immer ein Mensch da sein, der bereit ist, sich dem Hund zu widmen. Deshalb ist der Border Collie auch als Familienhund geeignet, obwohl bei Kleinkindern nach wie vor Vorsicht geboten ist.

Dem Border Collie müssen bei der Erziehung klare Grenzen gesetzt werden. Hier musst Du vor allem konsequent bleiben, denn hat der kluge Hund erste einmal begriffen, dass Du Dich zu großzügigen Gesten verleiten lässt, ist es bereits zu spät. Wenn Du ihn einmal ins Bett lässt, wirst Du ihn nicht mehr los.

Der Border Collie ist für sein seidiges Haarkleid bekannt, auf das er mächtig stolz sein kann. Damit es auch schön weich bliebt und glänzt, solltest Du das Fell Deines Hundes regelmäßig pflegen. Border Collies haaren das ganze Jahr über, besonders stark jedoch während des Fellwechsels. Am besten ist es, wenn Du Deinen Hund täglich durchbürstest.

So haben Fellknoten und Verfilzungen erst gar keine Chance. Um dem Border Collie die Sommerhitze erträglicher zu machen, benutzt Du einfach einen Trimmstriegel, der die Unterwolle ausdünnt. Baden ist nicht unbedingt zu empfehlen – es sei denn, Dein Hund hat sich im Dreck gewälzt.

Da viele Hundehalter den Border Collie im Winter gern mit auf die Skipiste oder auf den Rodelhang nehmen, sollte man die Pfoten des Hundes in der kalten Jahreszeit regelmäßig kontrollieren. Streusalz kann die empfindlichen Ballen an den Pfoten angreifen – es kann zu Rissen kommen.

Es ist wichtig, Pflegeabläufe bereits beim Welpen zu trainieren, um den Hund von früh an daran zu gewöhnen. Das gilt auch für den Besuch beim Tierarzt. Mit einem Leckerli und einer Streicheleinheit gewinnst Du im Nu das Vertrauen Deines Border Collie.

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Bildnachweis:
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